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Die Seilbahnen haben durch ihre Lage in den Bergen und die bestehende Infrastruktur ein grosses Potential zur Produktion von erneuerbaren Energien (insbesondere Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft). Diese Möglichkeiten wird die Branche in Zukunft vermehrt nutzen müssen. Damit können die Seilbahnen zusammen mit Energiespar- und Effizienzmassnahmen einen wertvollen Beitrag zu einer sauberen Energiezukunft leisten. Zudem lassen sich solche Massnahmen ideal in die Unternehmenskommunikation integrieren, denn die Unternehmungen können damit aufzeigen, dass ihnen der nachhaltige Umgang mit den vorhandenen Ressourcen am Herzen liegt.
Im Wissen der Mitverantwortung bei einer zukunftsweisenden Nutzung der Energiequellen, hat Seilbahnen Schweiz SBS zusammen mit grischconsulta bereits im letzten Jahren eine Studie „Energiemanagement Bergbahnen“ erarbeitet, die Möglichkeiten für einen intelligenten, ökologischen wie auch ökonomischen Umgang mit den Energieresourcen aufzeigt.
CO2-Emissionen von Bergbahnen Im Auftrag von Seilbahnen Schweiz (SBS) hat grischconsulta im Herbst 2010 an der DACH-Tagung der Seilbahnverbände Österreichs, Deutschlands und der Schweiz in Interlaken die Studie „Energiemanagement Bergbahnen“ vorgestellt. Dabei ist neben dem effizienten Energiemanagement auch die erstmals erstellte Untersuchung der CO2-Emissionen von Bergbahnen auf grosses Interesse gestossen.
Basierend auf dieser Studie und im Rahmen seines berufsbegleitenden MBA-Studiums verfasst Roman Grossrieder (Projektleiter grischconsulta) zurzeit eine Master-Arbeit zum Thema „CO2-Emissionen von Bergbahnen“. Mit der Master-Arbeit soll neben der Erstellung von CO2-Bilanzen der beteiligten Unternehmen abgeklärt werden, ob und wie Bergbahnen CO2-Reduktionsprojekte in der eigenen Unternehmung / im eigenen Gebiet zertifizieren lassen können. Damit soll ermöglicht werden, dass Bergbahnen ihren Gästen die Kompensation des verursachten CO2-Ausstosses direkt in den eigenen Skigebieten offerieren können und damit neben geringeren Emissionen und der Kommunikations-Wirkung auch Beiträge an die Kosten der realisierten Klimaschutzprojekte erwirtschaftet werden. Die Wertschöpfung verbleibt so in der Region.
Ökologiebewusste Branche Die Seilbahnbranche hat nebst anderem auch die Problematik und das vorhandene Einsparpotential beim Verkehr erkannt und fördert daher aktiv die Fortbewegung zu und innerhalb der Destinationen mit dem öffentlichen Verkehr. Mit Partnern wie etwa der REKA werden Angebote gebündelt oder Preisnachlässe bei Seilbahnen mit dem Generalabonnement oder Halbtaxabo gewährt. Daneben laufen bei den Seilbahnen auch eigene Projekte zur Reduktion von schädlichen Emissionen. Als Beispiel dient das durch die Klimaschutz-Stiftung myclimate unterstützte Projekt «Neue Monte Rosa-Hütte» in Zermatt sowie der erste Solar-Skilift der Schweiz – Eröffnung Winter 2011 - in Tenna in Graubünden als ökologischer Meilenstein. Eine Lösung, die nicht nur hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Komfort genügt, sondern auch nachhaltig und ökologisch ist. Mit dieser zukunftsweisenden Innovation übernimmt Tenna eine Vorreiterrolle für die Schweiz und das gesamte Alpengebiet.
In Abwägung der Interessen im schonenden Umgang mit den Ressourcen von Natur und Landschaft einerseits, wie anderseits im Bewusstsein der Aspekte der Sicherheit, müssen in der Energieversorgung deshalb kurz-, mittel- und langfristig jene Entscheide getroffen werden, die für unser Land und seine Menschen von nachhaltiger Bedeutung sind.
Der gesamte Strombedarf der Schweizer Bergbahnen beträgt rund 183 GWh pro Jahr. Rund 55% des Stroms werden von den Transportanlagen, 32% von der technischen Beschneiung und rund 13% für weitere Dienstleistungen inkl. Gastronomie im Gebiet benötigt. Der Strombedarf entspricht rund 0.27% des in der Schweiz produzierten Stroms.
Das umfassende Energiemanagement nach Vorstellungen von SBS hat in erster Linie einen effizienten Energieeinsatz zum Ziel. Die Herausforderungen von Bergbahnunternehmen im Energiemanagement werden in diesem Sinne nebst weiteren Massnahmen mit folgenden Optimierungszielen kontinuierlich angegangen: Maximierung der Energieeffizienz, Reduzierung der Betriebsbereiche ohne Nutzen, Optimierung des Lastspitzenmanagements und der Energierückgewinnung sowie die Nutzung der alternativen Energiequellen.
Schlussfolgerungen - Die Schweizer Bergbahnen haben bereits Ende 2010 mit der von grischconsulta erarbeiteten Studie „Energiemanagement Bergbahnen“ auf die Veränderungen im Energiemarkt reagiert. Die Studie bringt konkrete Handlungsanleitungen für die unternehmerische Praxis, hilft den Verantwortlichen, die Sensibilität zum Thema Energie und Energieimage in der Seilbahnbranche zu erhöhen und versachlicht die Diskussion um Energie-, Emissions- und Sicherheitsaspekte sowie Fragen energieintensiver touristischer Aktivitäten. Diese klare Zielsetzung der Seilbahnbranche gewinnt auch im Hinblick auf die laufende Diskussion im Zusammenhang mit der tragischen Entwicklung bei den Atomkraftwerken in Japan an Bedeutung.
- Die Seilbahnen der Schweiz legten mit ihrer Strategie bereits vor den Ereignissen in Japan grossen Wert auf einen effizienten Umgang mit Energie. Auf dieser Grundlage betreiben die meisten Bergbahnen ein aktives Energiemanagement. So konnte beispielsweise bei der technischen Beschneiung der Druckluftverbrauch der Lanzen in den letzten 10 Jahren um rund das 20-fache verringert werden, was bedeutende Energieersparnisse zur Folge hat. Zudem wurden bereits Pionierbauten im energieeffizienten Bauen in den Bergen auf dem Klein Matterhorn (Zermatt) und Muottas Muragl (Engadin) realisiert.
- Sonne, Wind und Wasser sind Primärenergiequellen, die in den Bergen mit einem überdurchschnittlichen Potenzial vorhanden sind. Zur Gewinnung von umweltfreundlicher Energie bereiten sich die Bergbahnen permanent vor, die dafür nötigen und an ihren Standorten vorhandenen Höhen-, Druck- oder Wärmedifferenzen zeitgemäss zu nutzen. Die Seilbahnen der Schweiz haben durch ihre Lage in den Bergen und der bestehenden Infrastruktur ein grosses Potential zur Produktion von erneuerbaren Energien (insbesondere Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft). Diese Möglichkeiten der erneuerbaren Energien wird die Branche in Zukunft wiederum vermehrt nutzen.
- Mit der verbesserten Energieeffizienz und ihren Potentialen an erneuerbaren Energien können die Seilbahnen in der Schweiz konsequent ihren Beitrag dazu leisten, die Abhängigkeit vom Atomstrom zu verringern.
- Seilbahnen Schweiz wird sich auch in Zukunft engagiert an den Diskussionen um die Evaluation der Möglichkeiten, den gegenwärtigen als auch künftigen Energiebedarf zu reduzieren, beteiligen und wird dabei gleichzeitig für eine Lösungsfindung im Interesse des Landes einen angemessenen Beitrag leisten.
Für Rückfragen: Roman Weissen, Kommunikation SBS 031 359 23 14 / 079 239 41 00
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