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Seilbahnen: Aufbruch ins neue Jahrtausend

Bern, 19. August 1999. Neuer Name, neues Erscheinungsbild, straffere Strukturen: Der Branchenverband der Schweizer Seilbahnen schreitet mit einer umfassenden Erneuerung ins neue Jahrtausend. Die entsprechenden Beschlüsse hat die Generalversammlung des Verbands am Donnerstag in Appenzell gefasst. Aus Anlass seines bevorstehenden Rücktritts zog Verbandsdirektor Carl Pfund Bilanz über die Entwicklung der Branche in den letzten Jahrzehnten.

Der Branchenverband der Schweizer Seilbahnen tritt in einem neuen Kleid auf: Von der schwerfälligen Bezeichnung "Schweizerischer Verband der Seilbahnunternehmungen" wird Abschied genommen. Neu heisst die Organisation einfach "Seilbahnen Schweiz". Gleichzeitig wurde das Erscheinungsbild verjüngt. Das neue Corporate Design des Verbands wurde von der Kommunikationsagentur Effact in Zürich erarbeitet.

Das neue Logo fällt durch eine dynamische rote Linie auf. Diese symbolisiert sowohl ein Seil als auch Dynamik. Gleichzeitig signalisiert sie, dass Technik für die Branche zwar einen hohen Stellenwert hat, letztlich aber nur Mittel zum Zweck ist. Die gelbe Scheibe deutet an, was das eigentliche Ziel einer Fahrt in die Höhe ist: Sonne, frische Luft, Bewegung.

Straffung der Strukturen
Auch in struktureller Hinsicht erneuert sich der Seilbahnenverband. Neu umfasst der Vorstand nur noch sieben (statt 15) Mitglieder; auf den fünfköpfigen Ausschuss wird inskünftig verzichtet. Die Entscheidwege werden durch diese Massnahmen verkürzt, so dass die Verbandsleitung effizienter und schlagkräftiger operieren kann.

Parallel zur Erneuerung des Erscheinungsbilds haben die Seilbahnen Schweiz ihren Internet-Auftritt umfassend erneuert. Die Website wurde grafisch überarbeitet, neu strukturiert und um zusätzliche Inhalte erweitert. Die Seilbahn-Website bietet jetzt ausserdem interaktive Elemente, so zum Beispiel einen spielerischen Wettbewerb. Adresse: www.seilbahnen.org (deutschsprachige Version), www.cableways.org (französischsprachige Version).

Fragwürdige Praxis der Bundesbehörden
Verbandspräsident Peter Feuz wies in seiner Ansprache vor der Generalversammlung in Appenzell darauf hin, dass die Seilbahnbranche derzeit vor wichtigen Veränderungen steht. Auf politischem Gebiet steht die Teilrevision der Seilbahnverordnung an, die für die Branche von grosser Bedeutung ist. Die vom Bundesamt für Verkehr erarbeiteten Vernehmlassungsunterlagen enthalten brisante Änderungen, gegen die sich der Verband zur Wehr setzt. Feuz kritisierte, dass das Bundesamt für Verkehr bereits jetzt Ideen aus der neuen Verordnung durchzusetzen versucht, obwohl nach wie vor die alte Verordnung in Kraft ist. Er bezeichnete diese Praxis als Widerspruch zum Verhalten, das in einem Rechtsstaat üblich ist.

Angebot hervorragend, Finanzierung problematisch
Der Direktor der Seilbahnen Schweiz, Carl Pfund, zog an der Generalversammlung Bilanz über drei Jahrzehnte Verbandstätigkeit für die Seilbahnen. "Unser Angebot ist sehr gut. Aber wir haben Probleme", konstatierte der Verbandsdirektor. Die Ertragskraft der Branche müsse ingesamt als zu gering eingestuft werden. Die meisten Unternehmungen erarbeiten zuwenig Cash-flow. Zwar könnten die Fahrgäste mit neuen Transportanlagen schneller und bequemer befördert werden, aber dafür müssten die Unternehmungen sehr viel mehr investieren. Gleichzeitig seien die Kunden kaum bereit, mehr zu bezahlen.

Den kleineren Unternehmungen geht es gemäss Pfund immer schlechter. Der Ruf nach Fusionen sei daher vermehrt zu hören. Die Verbandspolitik dürfe trotzdem nicht darauf ausgerichtet sein, Bundessubventionen flüssig zu machen – die Spiesse im Wettbewerb sollten gleich lang sein. Subventionen würden das unternehmerische Denken beeinträchtigen und die öffentliche Hand belasten. Bei den Seilbahnunternehmungen seien daher vielmehr Kostensenkungsprogramme angesagt.

Immer mehr Probleme bereitet der Branche die Investitionsplanung. Nach Auffassung von Verbandsdirektor Carl Pfund ist es zwar positiv, wenn die Banken die Seilbahnunternehmungen dazu drängen, ihre Investitions- und Finanzplanung zu überprüfen. Das könnte mittelfristig auch den Verschuldungsgrad der Unternehmungen auf ein akzeptables Mass reduzieren. Doch noch vor kurzer Zeit gewährten die Banken freizügig Kredite, und zu jenem Zeitpunkt waren die Kennzahlen der betreffenden Unternehmungen kaum besser. Den Banken sei daher der Vorwurf nicht zu ersparen, dass sie ihre Kreditpolitik abrupt geändert haben.


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Weitere Informationen:

GV 2008  

Generalversammlung 2008 in Pontresina

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Der Swiss Mountain Award geht 2008 in die 3. Runde.
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Seilbahnen Schweiz SBS Dählhölzliweg 12 CH-3000 Bern 6 Tel 031 359 23 33 info@seilbahnen.org
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