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Seilbahnen zur Energiedebatte: Maximierung der Energieeffizienz bleibt oberstes Ziel

Seilbahnen Schweiz (SBS) spricht in ihrer Stellungnahme zu der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan allen Opfern und den betroffenen Menschen ihre tief empfundene Anteilnahme und ihre Solidarität aus. In Übereinstimmung der Verantwortungsträger aus Politik, Wirtschaft und der Öffentlichkeit ist sich Seilbahnen Schweiz bewusst, dass eine zukunftsorientierte Energieversorgung unter dem Aspekt von Ökologie und Sicherheit für die Menschen zu einer der grössten Herausforderungen gehört.

In Abwägung der Interessen im schonenden Umgang mit den Ressourcen von Natur und Landschaft einerseits, wie anderseits im Bewusstsein der Aspekte der Sicherheit, müssen in der Energieversorgung deshalb kurz-, mittel- und langfristig jene Entscheide getroffen werden, die für unser Land und seine Menschen von nachhaltiger Bedeutung sind.

Der gesamte Strombedarf der Schweizer Bergbahnen beträgt rund 183 GWh pro Jahr. Rund 55% des Stroms werden von den Transportanlagen, 32% von der technischen Beschneiung und rund 13% für weitere Dienstleistungen inkl. Gastronomie im Gebiet benötigt. Der Strombedarf entspricht rund 0.27% des in der Schweiz produzierten Stroms.

Im Wissen der Mitverantwortung bei einer zukunftsweisenden Nutzung der Energiequellen, hat Seilbahnen Schweiz SBS zusammen mit grischconsulta bereits im letzten Jahren eine Studie „Energiemanagement Bergbahnen“ erarbeitet, die Möglichkeiten für einen intelligenten, ökologischen wie auch ökonomischen Umgang mit den Energieresourcen aufzeigt.

Das umfassende Energiemanagement nach Vorstellungen von SBS hat in erster Linie einen effizienten Energieeinsatz zum Ziel. Die Herausforderungen von Bergbahnunternehmen im Energiemanagement werden in diesem Sinne nebst weiteren Massnahmen mit folgenden Optimierungszielen kontinuierlich angegangen: Maximierung der Energieeffizienz, Reduzierung der Betriebsbereiche ohne Nutzen, Optimierung des Lastspitzenmanagements und der Energierückgewinnung sowie die Nutzung der alternativen Energiequellen.


Schlussfolgerungen:

  • Die Schweizer Bergbahnen haben bereits Ende 2010 mit der von grischconsulta erarbeiteten Studie „Energiemanagement Bergbahnen“ auf die Veränderungen im Energiemarkt reagiert. Die Studie bringt konkrete Handlungsanleitungen für die unternehmerische Praxis, hilft den Verantwortlichen, die Sensibilität zum Thema Energie und Energieimage in der Seilbahnbranche zu erhöhen und versachlicht die Diskussion um Energie-, Emissions- und Sicherheitsaspekte sowie Fragen energieintensiver touristischer Aktivitäten. Diese klare Zielsetzung der Seilbahnbranche gewinnt auch im Hinblick auf die laufende Diskussion im Zusammenhang mit der tragischen Entwicklung bei den Atomkraftwerken in Japan an Bedeutung.

  • Die Seilbahnen der Schweiz legten mit ihrer Strategie bereits vor den Ereignissen in Japan grossen Wert auf einen effizienten Umgang mit Energie. Auf dieser Grundlage betreiben die meisten Bergbahnen ein aktives Energiemanagement. So konnte beispielsweise bei der technischen Beschneiung der Druckluftverbrauch der Lanzen in den letzten 10 Jahren um rund das 20-fache verringert werden, was bedeutende Energieersparnisse zur Folge hat. Zudem wurden bereits Pionierbauten im energieeffizienten Bauen in den Bergen auf dem Klein Matterhorn (Zermatt) und Muottas Muragl (Engadin) realisiert.

  • Sonne, Wind und Wasser sind Primärenergiequellen, die in den Bergen mit einem überdurchschnittlichen Potenzial vorhanden sind. Zur Gewinnung von umweltfreundlicher Energie bereiten sich die Bergbahnen permanent vor, die dafür nötigen und an ihren Standorten vorhandenen Höhen-, Druck- oder Wärmedifferenzen zeitgemäss zu nutzen. Die Seilbahnen der Schweiz haben durch ihre Lage in den Bergen und der bestehenden Infrastruktur ein grosses Potential zur Produktion von erneuerbaren Energien (insbesondere Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft). Diese Möglichkeiten der erneuerbaren Energien wird die Branche in Zukunft wiederum vermehrt nutzen.

  • Mit der verbesserten Energieeffizienz und ihren Potentialen an erneuerbaren Energien können die Seilbahnen in der Schweiz konsequent ihren Beitrag dazu leisten, die Abhängigkeit vom Atomstrom zu verringern.

  • Seilbahnen Schweiz wird sich auch in Zukunft engagiert an den Diskussionen um die Evaluation der Möglichkeiten, den gegenwärtigen als auch künftigen Energiebedarf zu reduzieren, beteiligen und wird dabei gleichzeitig für eine Lösungsfindung im Interesse des Landes einen angemessenen Beitrag leisten.

Für Rückfragen:
Roman Weissen, Kommunikation SBS 031 359 23 14 / 079 239 41 00

 
Seilbahnen Schweiz SBS Dählhölzliweg 12 CH-3000 Bern 6 Tel 031 359 23 33 info@seilbahnen.org
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