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Neuigkeiten in der Verkehrssicherungspflicht

> Service > E-Newsletter > SOS NEWS > Aktuelle Ausgabe > Neuigkeiten in der Verkehrssicherungspflicht von der Kommission Rechtsfragen auf Schneesportanlagen von SBS 

Rennen und Trainingspisten 

Renn- und Trainingspisten sind immer wieder ein Thema, mit dem sich auch das Bundesgericht bereits näher befasste (vgl. Urteile 6S.8/2007 und 6P.12/2001 betreffend einen gegenüber der Skipiste nicht hinreichend abgegrenzten Zielraum). 

Gemäss den SKUS- und SBS-Richtlinien sind Renn- und Trainingspisten Sonderanlagen, die ihrer Zweckbestimmung entsprechend ausgestaltet werden. Sie sind von den Pisten und Abfahrten zu trennen und deutlich zu kennzeichnen. Der Zugang ist mit Worten oder Symbolen so zu kennzeichnen, dass der Benutzungszweck ersichtlich ist.  

Aufgrund der nun expliziten Regelung der Sonderanlagen in den Richtlinien werden Renn- und Trainingspisten in der Verkehrssicherungspflicht Auflage 2019 werden nicht mehr separat behandelt. Die KRS SBS verweist zu diesem Thema auf die Verkehrssicherungspflicht Auflage 2015, wo unter Randziffer 185, 186 und 186a Folgendes zu Renn- und Trainingspisten ausgeführt wird: 

185 

Die Seilbahnunternehmungen bürden sich durch ihre Mithilfe bei der technischen Organisation von Rennen (Herrichtung der Piste, Ausflaggung, Abgabe von Torstangen usw.) Verantwortung auf. 

186 

Wird ein Rennen ohne Mitwirkung einer Seilbahnunternehmung durchgeführt, so liegt die Verantwortung grundsätzlich bei der veranstaltenden Organisation. Der Organisator hat dafür zu sorgen, dass das Rennen auf einer den übrigen Abfahrtsbenützern nicht zugänglichen Piste durchgeführt wird. Die Rennstrecke muss in geeigneter Weise abgesperrt werden und eventuell müssen Abschrankungen errichtet werden. Zwecks Fernhaltung der Abfahrtsbenützer von den abgesperrten Pistenabschnitten hat der Organisator einen Streckendienst einzusetzen, der die Beachtung der Absperrungen und Abschrankungen überwacht. 

Der Zielraum ist nötigenfalls mit Netzen so herzurichten, dass die Rennläufer im Schritttempo wieder auf die normale Piste gelangen. 

186a 

Die Unternehmungen, die in ihrem Gebiet Rennveranstaltungen dulden, sind aufgrund der Verkehrssicherungspflicht verpflichtet, dem verantwortlichen Organisator die zur ungefährlichen Abwicklung erforderlichen Weisungen (Sperrung, Abschrankung, Überwachung) zu erteilen und deren Befolgung zu überwachen. 

Bei individuellem Renntraining auf nicht abgesperrten Pisten hat der Rennfahrer wie jeder andere Abfahrtsbenützer die FIS-Regeln zu beachten. Wird das Renntraining in Gruppen durchgeführt, so trifft den Trainingsleiter dieselbe Verantwortung wie den Organisator. Sobald die allgemeine Fahrrichtung der Piste verlassen wird, sind Warnposten einzusetzen. Darauf haben die Unternehmen die Organisatoren, wenn nötig hinzuweisen. 

Schwierigkeitseinteilung von Schlittelwegen 

In der Verkehrssicherungspflicht (Auflage 2019) heisst es zum Thema Schwierigkeitsgrade von Schlittelwegen: 

231

Schlittelwege werden blaulila markiert (siehe SKUS-Richtlinien Kap. XVIII und Ziff. 82).  

Sie werden nicht nach Schwierigkeitsgraden eingestuft, da sich deren Schwierigkeit vorwiegend aus den Schneeverhältnissen und nicht aus der Anlage ergibt. Es bleibt den verkehrssicherungspflichtigen Unternehmungen aber unbenommen, in geeigneter Form Hinweise auf den Schwierigkeitsgrad zu geben, vor allem dort, wo ein Unternehmen mehrere Schlittelwege zur Verfügung stellt. 

Nicht benützt werden dürfen die für die Einstufung der Pisten nach Schwierigkeitsgrad bestimmten Farben blau – rot – schwarz. 

Anlässlich der Überarbeitung der Fachdokumentation Schlittelanlagen der BFU 2021 wurde die Frage der Schwierigkeitsgrade in der SKUS und in der KRS SBS thematisiert und die bestehende Regelung überprüft. Da sich heutzutage nicht nur bei den Pisten, sondern auch bei Schneeschuhrouten und MTB-Anlagen die Einteilung der Schwierigkeitsgrade in den Farben blau, rot und schwarz etabliert hat und für die Benutzer verständlich ist, macht es Sinn, die gleichen Farben ebenfalls für die Schwierigkeitsgrade von Schlittelwegen zu übernehmen. Ab Winter 2021/22 dürfen deshalb für die Angabe zum Schwierigkeitsgrad von Schlittelwegen neu die Farben blau-rot-schwarz verwendet werden. Die Schlittelwege müssen aber in jedem Fall blaulila markiert sein (siehe SKUS-Richtlinien Kap. XVIII und Ziff.82). Der Schwierigkeitsgrad kann zu Beginn des Schlittelwegs mit einem Zusatzsignal an der Markierung angezeigt werden.