Alter Browser

Anmelden


Stellenbörse

Stellenbörse

Offene Stellen von Seilbahn-Unternehmen.

Weiter
Newsletter

PARTNER NEWS abonnieren

 
 

TOP NEWS abonnieren

 
 

TECH NEWS abonnieren

 
 

SOS NEWS abonnieren

 
 
Panorama Wallis
Urdenbahn
Pistenfahtzeug
Gstaad
Stoos

TECH NEWS 2-2021 - Mitgliederinfo für Technik-Verantwortliche

> Service > E-Newsletter > TECH NEWS > 02-2021

Weiterbildung

   

Planung und Bewilligung von Seilbahnprojekten - Herbst 2021

Wer eine Seilbahnanlage realisieren will, braucht Ausdauer, eine strukturierte Planung und muss die wichtigsten Ansprechpersonen auf Seiten der Behörden kennen und wissen, welche Anforderungen bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb zu berücksichtigen sind. Das Ausbildungszentrum von Meiringen bietet hierzu jährliche Weiterbildungen an. In zwei Tagen erhalten die Projektverantwortlichen wertvolle Einblicke in die wichtigsten Schritte eines Plangenehmigungsverfahrens und erfahren, was es seitens Technik, Umwelt und Raumplanung zwingend zu berücksichtigen gibt. 

Erfahrene Fachexperten und Verfahrensleiter aus dem Bundesamt für Verkehr (BAV), dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) sowie dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), aber auch seitens Seilbahnverband stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Profitieren Sie davon! 
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt – melden Sie sich daher frühzeitig für diesen Kurs an.

> Programm und Anmeldung
 

Innovation

   

Zukunftsmusik wird Realität: «Fahrgastbetrieb von Seilbahnanlagen ohne Betriebspersonal»

Die Zukunft ist digital – auch bei den Seilbahnen. Künftig kann der Betrieb von Seilbahnanlagen auch ohne Personal stattfinden. Erste Beispiele dazu sind bereits erfolgreich in die Realität umgesetzt worden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: 
  • Kosteneinsparungen, da kein Personal mehr in den Stationen für den Fahrgastbetrieb erforderlich ist, bzw. dieses für andere Aufgaben eingesetzt werden kann
  • Höchste Sicherheit dank modernsten Sicherheitseinrichtungen (Kameras, Sensoren, etc.)
  • Verbesserungen im Systemablauf: ein Betriebsbediensteter kann von einem örtlich getrennten Standort aus mehrere Anlagen gleichzeitig beaufsichtigen, Abweichungen vom Normalbetrieb erkennt das System eigenständig. 
Im Auftrag des Management Boards Seilbahnen (BAV / IKSS / SBS / IARM) wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um eine technische Richtlinie für die Umsetzung solcher betrieblichen Anpassungen auszuarbeiten. Die Arbeitsgruppe, die von SBS geleitet wurde und aus Vertreterinnen und Vertretern von Seilbahnunternehmen, Herstellern, BAV und IKSS bestand, erarbeitete die Grundlagen für diesen zukunftsweisenden Fahrgastbetrieb. Diese Richtlinie ist seit einigen Wochen in Kraft und bildet für betroffene Seilbahnunternehmungen die Basis für die Realisierung solcher Vorhaben. 

> Technische Richtlinie "Fahrgastbetrieb von Seilbahnanlagen ohne Betriebspersonal" (PDF)
 

Betrieb

   

Neue Wegleitung „Wind in Betrieb“

Am 23. April 2021 veröffentlichte die Arbeitsgruppe unter der Leitung der Geschäftsstelle SBS eine neue Wegleitung zum Thema «Wind in Betrieb». Auftraggeberin zu dieser Wegleitung ist das «Managementboard Seilbahnen», bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesamts für Verkehr (BAV), der interkantonalen Koordinationsstelle Seilbahnen Schweiz (IKSS), des Herstellerverbands (IARM CH) und Vertretern von Seilbahnen Schweiz (SBS).

Worum geht es in der Wegleitung?

Sie dient den Seilbahnunternehmungen als Orientierungshilfe für den Bau (Dimensionierung) und Betrieb (Anwendung der Normen, Verhalten) ihrer Anlagen. Mit dieser Wegleitung können Betreiberinnen und Hersteller nun passend zum Seilbahnsystem die Vorhaltewerte zur Dimensionierung, Werte für Windwarnung sowie Windalarm innerhalb akzeptierter Grenzen individuell festlegen. Letzteres ist besonders wichtig, weil jedes Seilbahnsystem (kuppelbare oder fest geklemmte Umlaufbahnen, Pendelbahnen, 3S etc.) sich bei Betrieb mit Wind unterschiedlich verhält. Beim Thema Wind in Betrieb ist eine Systematik an der Schnittstelle zwischen dem Betriebskonzept, der Nutzungsvereinbarung, der Seilrechnung, der Projektbasis, der Teilsysteme und der Sicherheitsbauteile zentral. 

Die neue Wegleitung finden Sie hier.
 

Verkehrssicherungspflicht 

   

Neue Verkehrssicherungspflicht Sommeraktivitäten  

Am 1. Mai 2021 ist die Verkehrssicherungspflicht für Sommeraktivitäten in Kraft getreten. Sämtliche Unternehmen, welche Sommeraktivitäten (Mountainbike-Anlagen, Seilparks, Rodelbahnen, Abfahrten mit Trottinetts, etc.) anbieten, unterstehen dem so genannten Gefahrensatz, der wie folgt lautet:  
 
«Wer eine Gefahr schafft oder unterhält, ist verpflichtet, alle zumutbaren Massnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass aus dieser Gefahr jemandem Schaden entsteht.»  
  
Die von Seilbahnen Schweiz neu publizierten Richtlinien mit Erläuterungen dienen den Unternehmen als Hilfsmittel zur Wahrnehmung der ihnen obliegenden Verkehrssicherungspflicht für Sommeraktivitäten. Sie ersetzen die bisherige «Checkliste Verkehrssicherungspflicht für Sommeraktivitäten» vom Jahr 2011. Die Richtlinien wurden per Ende April physisch an alle Unternehmungen mit Sommeraktivitäten verschickt.
 
Die Publikation wird ebenfalls als PDF auf DE, FR, IT auf der Webseite von SBS zur Verfügung gestellt unter Verkehrssicherungspflicht Sommer.   
 
Die Richtlinien entstanden unter der Leitung von Prof. Dr. iur. Manuel Jaun, Präsident der Arbeitsgruppe Sommeraktivitäten von Seilbahnen Schweiz. Seilbahnen Schweiz bedankt sich beim Präsidenten sowie bei der Arbeitsgruppe Sommeraktivitäten für die wertvolle Unterstützung und die engagierte Zusammenarbeit.

Gut zu wissen: für alle Mitglieder von SBS, welche Sommeraktivitäten anbieten, werden regionale Informationsveranstaltungen angeboten. Diese richten sich an Geschäftsführer, Betriebsleiter und die Verantwortlichen für Sommeraktivitäten. Wir empfehlen Ihnen sehr, diese Kurse zu absolvieren.  

> Info/Anmeldung
 

Behörden

   
Logo ProKilowatt

Überarbeitung IKSS-Reglement

Das IKSS-Reglement wird derzeit revidiert. Zur Vernehmlassung des Entwurfs nahm Seilbahnen Schweiz im Februar 2021 als Dachverband der Branche ausführlich Stellung. Sämtliche Rückmeldungen aus der Vernehmlassung sind unter diesem Link zu finden. Momentan läuft auf Ebene der IKSS-Geschäftsleitung der Prozess zur Anpassung des Reglements-Entwurfs und der Botschaft.

Für den Neu- und Umbau von Kleinseilbahnen bis acht Plätze ist das Konzept des dualen Weges entwickelt und im vorgeschlagenen Reglement abgebildet worden: Es handelt sich hierbei um technische Bestimmungen, die Vereinfachungen oder Abweichungen von den CEN-Normen darstellen. Dieses Konzept erfordert nun eine Vernehmlassung und die Genehmigung durch die zuständigen europäischen Instanzen. Dieses Verfahren wird einige Zeit in Anspruch nehmen und muss unter der Leitung des BAV und des SECO durchgeführt werden.

IKSS plant trotzdem, noch im Jahr 2021 eine Version des Reglements der Konkordatskonferenz zur Genehmigung vorzulegen, vorerst ohne das Konzept des dualen Weges.
 

Normen

   
Symbolbild

Bewilligte Abweichungen von CEN-Normen für BAV-Anlagen

Seilbahnprojekte dürfen bekanntlich unter bestimmten Bedingungen von den EU-Normvorgaben abweichen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat aus den Projekten des Jahres 2020 erneut eine Liste der akzeptierten Normabweichungen erstellt. Diese Übersicht mit den damit verbundenen Ersatzmassnahmen ist auf der SBS-Website zu finden. Hier befindet sich ebenfalls bereits die Liste der Normabweichungen der Projekte aus den Jahren 2015-2019.

Die Zusammenstellung soll die Planungssicherheit von Neuanlagen verbessern. Die Bewilligungsfähigkeit wird vom BAV immer im konkreten Projekt beurteilt.