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Grundlage für Schutzkonzept von Seilbahnunternehmen liegt vor

> Service > E-Newsletter > TOP NEWS > 7-2020 > Grundlage für Schutzkonzept von Seilbahnunternehmen liegt vor

Voraussichtlich am 8. Juni 2020 dürfen die Seilbahnen den Betrieb wieder aufnehmen. Definitiv ist es zwar noch nicht, aber die Bergbahnen stehen nun nach dem vehementen Protest von Seilbahnen Schweiz (SBS) auf der Liste für den voraussichtlichen Lockerungsschritt vom 8. Juni. Der Bundesrat wird voraussichtlich am 27. Mai über die Öffnung entscheiden. SBS hat in der Zwischenzeit für seine Mitglieder eine Grundlage für das Schutzkonzept erarbeitet und stellt es den Mitgliedern in der vorläufigen Version vom 6.5.2020 zur Verfügung. Auf Basis dieser Grundlage können die Unternehmen beginnen, ihr eigenes Schutzkonzept zu erstellen und die nötigen Massnahmen vorzubereiten.

Wenn ein Unternehmen nach der Aufhebung des verordneten Coronavirus-Lockdowns den Betrieb wieder aufnimmt, muss es über ein Schutzkonzept für die Mitarbeitenden und Kunden verfügen. Wirksame Schutzmassnahmen sind entscheidend, denn es gilt zu verhindern, dass die Pandemiewelle wieder hochschwappt und womöglich erneut massive Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens verfügt werden. Die kantonalen Behörden sind für die Kontrolle der Einhaltung der Schutzmassnahmen zuständig.

Vorläufige Version vom 6.5.2020

SBS stellt seinen Mitgliedern eine Grundlage für das einzelbetriebliche Schutzkonzept zur Verfügung. Es liegt in der vorläufigen Version vom 6.5.2020 vor und kann als Word-Datei heruntergeladen werden. Die Konzeptgrundlage wurde unter Einbezug der Regionalverbände erarbeitet, es orientiert sich stark an den Schutzkonzepten des öffentlichen Verkehrs und des touristischen Verkehrs. Da das Grundkonzept des touristischen Verkehrs aktuell noch beim Bundesamt für Gesundheit und bei den Sozialpartnern gespiegelt werden soll, ist es möglich, dass dies eventuell noch Anpassungen für die Seilbahnen zur Folge haben könnte. Wenn dies der Fall wäre, würden wir die Mitglieder umgehend informieren.

Die «Grundlage für Schutzkonzept Seilbahnen Covid-19» hat den Charakter einer Handlungsempfehlung. Auf dieser Basis können die Seilbahnunternehmen ihr eigenes Konzept erstellen, ggf. mit unternehmensspezifischen Ergänzungen. Die Verantwortung für das Schutzkonzept und dessen Umsetzung liegt in jedem Fall beim einzelnen Unternehmen.

Keine Kapazitätsbeschränkung analog öffentlicher Verkehr

SBS stellt sich auf den Standpunkt, dass in Seilbahnen analog zum öffentlichen Verkehr die Beförderungskapazität nicht eingeschränkt werden muss, wenn für Fahrgäste bei Unterschreiten der zwei Meter Mindestabstand eine dringende Schutzmaskenempfehlung gilt. Dies umso mehr, als die Verweildauer in einer Seilbahn in aller Regel unter 15 Minuten liegt und somit deutlich kürzer ist als etwa bei den meisten Fahrten mit dem Zug oder Postauto.

Eckwerte der Konzeptgrundlage:

  • Die vom Bundesrat und vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) angeordneten Massnahmen gelten übergeordnet und sind unabhängig von den in der Konzeptgrundlage empfohlenen Massnahmen zu beachten. Das Schutzkonzept ist vom Unternehmen laufend zu überprüfen und an die jeweilige Lageeinschätzung der Bundesbehörden anzupassen.
  • Alle Mitarbeitenden sind vor der Betriebsaufnahme über die zu beachtenden Schutzmassnahmen zu informieren.
  • Die Hygieneregeln des BAG sind einzuhalten (Händewaschen, Desinfektionsmittel, zwei Meter Abstand, häufige Reinigung von Kontaktoberflächen, etc.).
  • Analog dem öffentlichen Verkehr ist für die Benützung der Seilbahnen keine Kapazitätsbegrenzung vorgesehen. Wo der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, gilt eine dringende Schutzmaskenempfehlung.
  • Das Konzept setzt auf die Eigenverantwortung und Solidarität der Gäste; die Gäste bringen ihre Schutzmasken selbst mit.
  • Mitarbeitende mit Gästekontakt werden durch Scheiben geschützt. Wo dies nicht möglich ist, sind die Mitarbeitenden mit Schutzmasken auszurüsten.
  • Mitarbeitende sind wo immer möglich in fixe Einsatzteams einzuteilen, damit die Ansteckungsgefahr von einem Team aufs andere minimiert wird.
  • Für die Nebenbetriebe (Gastronomie, Kiosk, Läden, Vermietungen etc.) sollen möglichst die Schutzempfehlungen der jeweiligen Branchenverbände angewendet werden. Offen ist zur Zeit aber noch, ob die aktuelle Version des Schutzkonzepts von GastroSuisse (5.5.2020) auch für Bergrestaurants praxistauglich ist.
  • Für Kontroll-, Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten sowie Bautätigkeiten gelten sinngemäss die Schutzkonzept-Empfehlungen der Bauhaupt- und Baunebengewerbe sowie der Industrie.

Sollten der Bundesrat oder die Verwaltung grundlegende schutzkonzeptrelevante Änderungen verordnen, würde SBS die Konzeptgrundlage entsprechend anpassen und dies kommunizieren.

Download «Grundlage für Schutzkonzept Seilbahnen Covid-19»

Weitere Auskünfte zum Schutzkonzept

Fritz Jost, Vizedirektor, fritz.jost@seilbahnen.org, 031 359 23 19