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Alex Bernhard: Die ersten 100 Tage als SBS-Direktor

Alex Bernhard ist seit drei Monaten Direktor von Seilbahnen Schweiz (SBS). Im Interview blickt er auf die ersten 100 Tage zurück und erzählt, welche Ziele er umsetzen will.

In den ersten 100 Tagen seit deinem Amtsantritt hast du bereits mehrere SBS-Mitglieder besucht. Welchen Eindruck hast du dabei gewonnen?
Alex Bernhard: Die Seilbahnunternehmen sind sehr motiviert, hohe Leistungen für die Gäste zu erbringen. Sie strotzen nur so von Energie. Zudem identifizieren sich die Mitarbeitenden stark mit ihren Unternehmen. Beim Austausch mit den Mitgliedern habe ich bereits einen ersten Einblick in die unterschiedlichen Geschäftsmodelle erhalten wie Ganzjahresdestinationen wie beispielsweise der Titlis oder Sommerdestinationen wie das Stanserhorn.

Was hat dich überrascht?
Dass es so viele unterschiedliche Seilbahntypen gibt. Zudem war ich mir zu wenig bewusst, wie gross die wirtschaftliche Bedeutung der Seilbahnunternehmen für die Bergregionen ist. Ich war auch überrascht zu sehen, dass es noch viel ungenutztes Potenzial gibt bei der Zusammenarbeit unter den SBS-Mitgliedern.

Wie hast du die Geschäftsstelle von SBS erlebt?
Ich habe ein motiviertes Team erlebt, das sich stark mit der Seilbahnbranche identifiziert. SBS arbeitet unter einem Dach mit dem Verband öffentlicher Verkehr und ch-direct. Die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden klappt sehr gut. Da die Mitarbeitenden der Serviceabteilungen (Personal, Recht, IT, Finanzen und Kommunikation) für alle drei Verbände arbeiten, können wir zudem Synergien nutzen.

Welche Herausforderungen siehst du in der Seilbahnbranche?
Die Winter werden tendenziell kürzer, die «Schneeaffinität» der potenziellen Gäste sowie die Skier-Days sinken. Und Skiferien stehen in Konkurrenz zu immer billiger werdenden Winterferien am Meer. Das mit Abstand umsatzstärkste Geschäft der Seilbahnbranche stagniert. Gleichzeitig erhöht sich die Regulierungsdichte. Und verbandsintern stellt sich die Frage, wie wir die Energie der Mitglieder und der Verbandsorgane bündeln und in die richtige Richtung bewegen können. Ich spüre aber den Willen in der Branche, den Stier bei den Hörnern zu packen, also neue Angebote zu entwickeln und sich so fit zu machen für die Zukunft.

Welche kurzfristen Ziele verfolgst du?
Ich möchte mein Bild zu all den Themen der Seilbahnbranche möglich schnell schärfen. Dafür werde ich mein Beziehungsnetz nach innen zu den Mitgliedern und nach aussen zu den Ämtern, zur Politik und zu den Partnerorganisationen verstärken und nachhaltig ausbauen. Schliesslich möchte ich erste Akzente setzen mit unserer Strategie, die wir an der SBS-Generalversammlung von November 2017 verabschiedet haben.

Worauf freust du dich?
Den eigenen Verband mitzugestalten und die Interessen der Mitglieder noch besser zu vertreten. Ich freue mich speziell darauf, die faszinierende Welt der Bergbahnen bei möglichst vielen Mitgliedern «draussen» zu erleben. So kann ich den Puls der Mitglieder spüren.