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Vitalpin: neue Interessensgemeinschaft für den Alpentourismus

Vitalpin ist ein Verein, der sich für die Interessen der Menschen und Unternehmen im deutschsprachigen Alpenraum einsetzt, die von und mit dem Tourismus leben. Die Geschäftsführerin Theresa Haid gibt im Interview Einblick in die Arbeit von Vitalpin.

 

Weshalb wurde Vitalpin gegründet?

Der Tourismus begründet Lebensgrundlage und Wohlstand in den Alpen. Gleichzeitig bewegt er sich in einem ökologisch sensiblen Raum. Kontroversen zwischen Entwicklungs- und Schutzinteressen sind vorprogrammiert. Diese Kontroversen werden seit längerer Zeit in den Medien ausgetragen und durch Kampagnen angeheizt. Ergebnis ist ein negatives Meinungsklima, das Gräben innerhalb der Gesellschaft aufreisst. Diese Gräben wollen wir zum Wohle aller schliessen.

Welche konkreten Massnahmen haben Sie bereits angepackt?

Die Idee hinter Vitalpin ist, aus vielen kleinen Playern eine grosse Bewegung zu machen. Unser Fokus lag in den letzten Monaten daher besonders darauf, ein starkes länderübergreifendes Mitglieder-Netzwerk aufzubauen sowie Vitalpin durch gezielte PR-Massnahmen bekannt zu machen.

Es ist uns seit unserer Lancierung im März 2019 gelungen, die Reichweite unseres Mitglieder-Netzwerkes auf knapp eine Million Menschen und Betriebe in den Alpen auszubauen – gebündelt in 55 Mitgliedsorganisationen. Diese geballte Kraft ist die ideale Voraussetzung für die operative Umsetzung der Vitalpin-Massnahmen: Wir entwickeln als nächsten Schritt beispielsweise Diskussionsplattformen für mehr Dialog und Austausch zwischen Mensch, Wirtschaft und Natur.

Wie profitieren Bergbahnen von einer Mitgliedschaft bei Vitalpin?

Mit Vitalpin bündeln Wirtschaftskräfte, die von und mit dem Tourismus leben, erstmals länderübergreifend ihre Stärken. Sie entwickeln zukunftsweisende Konzepte und sorgen dafür, dass die Bedürfnisse und Standpunkte der Branche in Politik und Gesellschaft gehört werden. Vitalpin will zudem zeigen, dass trotz mancher Herausforderung letztendlich alle vom Tourismus profitieren – und setzt unterschiedliche Massnahmen um, um die Wirtschafts- und Tourismusgesinnung in der Bevölkerung positiv zu stärken. Damit erhalten die Bergbahnen in ihrer Arbeit Rückenstärkung statt Gegenwind.

Vitalpin will sich mit sensiblen und kontroversen Themen auseinandersetzen. Haben Sie konkrete Beispiele dazu?

Um Fakten zu kontroversen Themen schaffen zu können, müssen wir das entsprechende Wissen dafür sammeln, aufbereiten und unseren Mitgliedern als Informations- und Argumentationsbasis zur Verfügung stellen. Wir sammeln daher seit knapp einem Jahr Studien, Artikel und sonstige Unterlagen zu den Themen Mensch, Tourismuswirtschaft und Natur in den Alpen und stellen sie in unserer Vitalpin-Bibliothek online (ab Herbst 2019 verfügbar).  Ausserdem nimmt Vitalpin als Gastautor über die verschiedensten Kanäle Stellung zu aktuellen Themen. Ein Beispiel dazu ist unser Blogbeitrag auf mountain-talk.com: «Der Klimawandel und der Wintersport – ein Plädoyer für klare Fakten»

www.vitalpin.org

Theresa Haid
Theresa Haid, Geschäftsführerin von Vitalpin