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Coronavirus – Infos und Hilfestellungen für unsere Mitglieder

Was ist passiert?

Aktualisiert: 2.4.2020

Der Bundesrat hat ab 13. März 2020 gestützt auf das Epidemiengesetz schrittweise Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Verordnung und Erläuterung) erlassen.
Darin verfügt er unter anderem bis vorläufig zum 19. April 2020:
  • Es wird verboten, öffentliche oder private Veranstaltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzuführen.
  • Öffentlich zugängliche Einrichtungen werden geschlossen, dazu gehören namentlich auch:
    • Restaurationsbetriebe
    • Barbetriebe
    • Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe, darunter explizit auch Sportzentren und Skigebiete.
  • Nicht betroffen von diesem Verbot sind unter anderem:
    • Lebensmittelläden und sonstige Läden des Grundbedarfs (bspw. Kioske)
    • Imbissbetriebe und Betriebskantinen und Lieferdienste für Mahlzeiten und Restaurationsbetriebe für Hotelgäste
    • Bahnhöfe und Einrichtungen des öffentlichen Verkehrs
    • Hotels
    • Seilbahnen mit einer Erschliessungsfunktion gemäss Personenbeförderungsgeset
Bei Versammlungen von Gesellschaften (u.a. Generalversammlungen) kann gemäss Art. 6a der Verordnung abgehalten werden, sofern die Teilnehmer ihre Stimmabgabe:
  • auf schriftlichem Weg oder in elektronischer Form; oder
  • durch einen vom Veranstalter bezeichneten unabhängigen Stimmrechtvertreter ausüben.

Da die Verordnung des Bundes vom 13.3.2020 Interpretationsspielraum liess und auch einige Kantone zum Teil zusätzliche Weisungen erlassen hatten, führte dies in der Seilbahnbranche anfänglich zu Verwirrung. Entsprechend wurde der Bahnbetrieb nicht in allen Gebieten zum gleichen Zeitpunkt eingestellt. Seilbahnen Schweiz hatte deshalb umgehend das zuständige Departement gebeten, Klarheit zu schaffen.

Aufgrund dieser Verordnung mussten alle Bergbahn- und Skigebiete, die keine Erschliessungsfunktion erfüllen, den Betrieb einstellen.

Nebenbetriebe wie Restaurants, Bars etc. mussten den Betrieb ebenfalls einstellen.

Das Ausbildungszentrum in SBS in Meiringen bleibt geschlossen.

Diese Massnahmen sind vorläufig in Kraft bis zum 19. April 2020.

Wie weiter?

Die sofortige Schliessung des gesamten Seilbahnbetriebs stellt die Branche vor grosse Herausforderungen. Im Folgenden beantwortet Seilbahnen Schweiz die drängendsten Fragen zu verschiedenen Themenblöcken und gibt, wo sinnvoll und möglich, Empfehlungen zum weiteren Vorgehen ab. Die Antworten basieren auf dem aktuellsten Stand der verfügbaren Informationen. Aufgrund der sich schnell ändernden Lage, kann sich die Situation laufend ändern. Die Angaben werden deshalb laufend ergänzt, sind aber immer ohne Gewähr.

Fragen und Antworten

Beschäftigung von Mitarbeitenden

Die folgenden Fragen und Antworten zur Kurzarbeit können Sie hier auch als PDF herunterladen.

Die Betriebsschliessungen führen dazu, dass vielen Mitarbeitenden per sofort keine Beschäftigung mehr angeboten werden kann. Es geht nun darum, Entlassungen zu verhindern und sicherzustellen, dass die von der öffentlichen Hand vorgesehenen Gelder zur Linderung der negativen Auswirkungen auf Mitarbeitende und Betriebe auch von den Bergbahnen genutzt werden können.

Kurzarbeit
Kurzarbeit wird via die kantonalen Ämter beantragt und bewilligt. Der Bundesrat hat seiner Medienkonferenz vom 13. März 2020 kommuniziert, dass er das SECO beauftragt hat, bis zum 20. März 2020 eine Ausweitung des Anspruchs auf Kurzarbeitsentschädigung auf Arbeitnehmende mit befristeten Arbeitsverhältnissen sowie Arbeitnehmende in Temporärarbeit zu prüfen. Eine solche Ausweitung setzt eine Gesetzesanpassung voraus. Seilbahnen Schweiz setzt sich auf politischer Ebene aktiv für eine rasche Anpassung dieser Regeln ein (siehe auch «Politische Forderungen»).
Aktuelle Informationen dazu finden sich laufend auf der Webseite des Seco.
Seilbahnen Schweiz hat zudem in einem Merkblatt die wichtigsten Punkte zum Thema Kurzarbeit und dem dazugehörigen Verfahren zusammengestellt.
Seilbahnen Schweiz empfiehlt seinen Mitgliedern möglichst rasch zu prüfen, welche Mitarbeitenden Anspruch auf Kurzarbeit geltend machen können und anschliessend schnellstmöglich beim Kanton das Gesuch einzureichen. Die entsprechenden Angaben und Kontaktdaten finden sich ebenfalls im Merkblatt.

GastroSuisse hat einen praktischen Leitfaden zur Einreichung von Kurarbeit erstellt der auch für Mitglieder von Seilbahnen Schweiz zugänglich ist und mit leichten Anpassungen als Leitfaden für Seilbahnunternehmen dienen kann.
 

Was ist der Sinn von Kurzarbeit?

Die Einführung von Kurzarbeit soll vorübergehende Beschäftigungseinbrüche ausgleichen und die Arbeitsplätze erhalten. Mit der Kurzarbeitsentschädigung bietet die Arbeitslosenversicherung den Arbeitgebern eine Alternative zu drohenden Entlassungen.

Der Arbeitgeber spart damit die Kosten der Personalfluktuation (Einarbeitungskosten, Verlust von betrieblichem Know-how etc.) und behält die kurzfristige Verfügbarkeit über die Arbeitskräfte. Die Vorteile für die Arbeitnehmenden sind: Vermeidung von Arbeitslosigkeit, Bewahrung des umfassenden sozialen Schutzes innerhalb eines Arbeitsverhältnisses und Vermeidung von Beitragslücken in der beruflichen Vorsorge.

 

Wer kann Kurzarbeit beantragen?

Kurzarbeit können alle Unternehmen beantragen. Sie müssen den Nachweis erbringen, dass eine Beschäftigung entweder aufgrund einer Anordnung der Behörde nicht mehr möglich ist (bspw. Betriebsverbot für Seilbahnen und Skigebiete) oder dass aufgrund der wirtschaftlichen Situation eine Weiterbeschäftigung nicht mehr tragbar ist (bspw. Nachfrageeinbruch).

Darüber hinaus sind folgende Voraussetzungen weiterhin zu erfüllen:

  • Das Arbeitsverhältnis darf nicht gekündigt sein
  • der Arbeitsausfall ist voraussichtlich vorübergehend und es darf erwartet werden, dass durch Kurzarbeit die Arbeitsplätze erhalten werden können
  • die Arbeitszeit ist kontrollierbar
  • der Arbeitsausfall macht je Abrechnungsperiode mindestens 10 Prozent der Arbeitsstunden aus

Welche Mitarbeitende haben Anrecht auf Kurzarbeitsentschädigung?

Kurzarbeit hat zum Ziel Entlassungen zu vermeiden und Arbeitsplätze zu erhalten. Daher gibt es normalerweise einige Beschränkungen der bezugsberechtigten Personen. Der Bundesrat hat diese aber im Zuge der aktuellen Situation rund um das Coronavirus vorübergehend deutlich reduziert. So können heute praktisch alle Arbeitnehmenden von Kurzarbeit profitieren. Insbesondere hat der Bundesrat am 20. März auch folgende Mitarbeitenden ebenfalls in den Kreis der Berechtigten aufgenommen

  • Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen (Saisonangestellte)
  • Temporärangestellte und Angestellte im Stundenlohn (sofern Vertragsdauer von mehr als 3 Monaten)
  • Personen in einem Lehrverhältnis (Lehrlinge)
  • Arbeitgeberähnliche Personen, das sind z.B.:
  • Gesellschafter einer GmbH, die als Angestellte gegen Lohn in der Unternehmung arbeiten
  • Ehepartner/in
  • Sie erhalten eine pauschale Entschädigung von CHF 3'320.- pro Monat und Vollzeitstelle

Welche Anpassungen und Vereinfachungen wurden für Kurzarbeit sonst noch beschlossen?

  • Die bereits reduzierte Karenzfrist wird ganz aufgehoben. Damit entfällt die Beteiligung der Arbeitgeber an den Arbeitsausfällen, da die Kurzarbeitsentschädigung vom ersten Tag an beantragt werden kann und ausbezahlt wird.
  • Vorhandene Überstunden müssen nicht mehr vorgängig abgebaut werden.
  • Damit die Arbeitgeber die Löhne am ordentlichen Zahlungstermin auszahlen können, können sie die Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung verlangen, ohne diese vorschiessen zu müssen.

Wie hoch fallen die Kurzarbeitsentschädigungen aus?

Die Kurzarbeitsentschädigung beträgt 80% des versicherten Lohns für jenen Teil des Pensums, für den Kurzarbeit beantragt wird. Das kann von 10% bis 100% des bisherigen Pensums gehen. Der Arbeitgeber bezahlt den neu berechneten Lohn an den Arbeitnehmenden und erhält das Geld für den bewilligten Anteil Kurzarbeit von der Arbeitslosenversicherung zurück.

Mitarbeiter, die im Stundenlohn beschäftigt sind, erhalten ebenfalls eine Kurzarbeitsentschädigung. Diese errechnet sich auf Basis des effektiven Monatslohns im Verlauf der letzten 12 Monate.

Welche Kosten muss ich als Arbeitgeber weiterhin bezahlen?

Als Arbeitgeber zahlen Sie dem Mitarbeitenden den angepassten Lohn aus und erhalten die Kurzarbeitsentschädigung rückerstattet. Weiterhin sind sie verpflichtet die Sozialversicherungsbeiträge inklusive Pensionskassenbeiträge auf Basis des ursprünglichen Lohns zu finanzieren. Die Arbeitslosenversicherung übernimmt jedoch die Arbeitgeberbeiträge an die AHV/IV/EO/ALV auf die entrichteten Kurzarbeitsentschädigunszahlungen.

  • Die Unternehmung kann die Zahlungen an die Sozialversicherungen aufschieben, siehe hierzu auch unten (Zahlungsaufschub für Sozialversicherungsbeiträge)

Welche Mitarbeitende werden von der Kurzarbeitsentschädigung ausgeschlossen?

Ausgeschlossen bleiben weiterhin jene Personen, die eine leitende Stellung innehaben oder in einem unbefristeten, aber gekündigten Arbeitsverhältnis arbeiten.

 

Wo muss ich Kurzarbeit beantragen und welche Formulare muss ich dafür verwenden?

Die Anträge müssen bei der zuständigen Stelle beim betroffenen Kanton eingereicht werden.

Die entsprechenden Adressen und Formulare finden Sie in unserem Merkblatt zur Kurzarbeit.

Merkblatt zur Anwendung des AZG während der ausserordentlichen Lage

 
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Sicherstellung der Liquidität

Die folgenden Fragen und Antworten zur Sicherstellung der Liquidität können sie hier auch als PDF herunterladen.

Welche Massnahmen zur Sicherstellung der Liquidität sind vorgesehen?
Der Bund hat mehrere Massnahmen angekündigt, damit die Liquidität für betroffene Unternehmen sicherstellt werden kann. Dabei geht es insbesondere um:
  • Vom Bund verbürgte Überbrückungskredite durch die Hausbank
  • Zahlungsaufschub für Sozialversicherungsbeiträge und Verzicht auf Verzugszins für Steuern und Abgaben
  • Weitere Massnahmen im Tourismusbereich
Darüber hinaus haben einzelne Kantone weitergehende Massnahmen zur Sicherstellung der Liquidität beschlossen. Bitte konsultieren sie dafür die Webseite und Informationen ihres Kantons.

Wie kann ich einen Überbrückungskredit zur Liquiditätssicherung erhalten?
Die Überbrückungskredite werden via die Geschäftsbanken sichergestellt. Der Antrag erfolgt also bei ihrer bisherigen Hausbank unter Einreichung eines entsprechenden Formulars. Dieses erhalten Sie direkt bei Ihrer Hausbank oder auf der Webseite des Bundes. Der Bund verbürgt Darlehen bis CHF 500'000.- zu 100% und die sind deshalb sofort und ohne weitere Prüfung verfügbar. Für Darlehen über CHF 500'000.- verbürgt der Bund 85% und 15% des Risikos verbleibt bei den jeweiligen Banken. Diese Kredite setzen also eine kurze Bankprüfung voraus.

Wie hoch ist der Zinssatz für den Kredit?
Die Kredite bis zu CHF 500'000.- werden zu 0% verzinst, für Kredite von CHF 500'000 – CHF 20 Mio. beträgt der Zinssatz 0.5%

Wie hoch ist die maximale Kreditsumme?
Die Kreditlimite für solche vom Bund mitverbürgte Kredite beträgt 10% des Umsatzes und maximal CHF 20 Mio.

Wie ist die Laufzeit dieser Überbrückungskredite?
Die Laufzeit beträgt normalerweise bis zu 5 Jahren. Sie kann anschliessend um bis zu 2 Jahre verlängert werden.

Muss ich diesen Kredit vollumfänglich zurückerstatten?
Bei dieser Hilfsmassnahme handelt es sich um einen Überbrückungskredit und keine Subvention. Der Kredit ist also grundsätzlich nach Ende der Laufzeit vollständig zurückzuzahlen. Die konkreten Bedingungen verhandeln sie bitte mit ihrer Bank. Zudem sieht die Verordnung vor, dass die Unternehmen gewissen Einschränkungen unterliegen, solange sie von diesen Krediten profitieren.

Welchen Einschränkungen unterliegen die Unternehmen, die von den Krediten profitieren?
Die Kredite dienen der Sicherstellung der Liquidität der betroffenen Unternehmen. Der Bund sieht daher Einschränkungen vor. Konkret darf der Kredit:
  • Nicht für neue Investitionen ins Anlagevermögen verwendet werden, die keine Ersatzinvestitionen sind.
Weiter sind während der gesamten Dauer der Solidarbürgschaft unter anderem ausgeschlossen:
  • die Ausschüttung von Dividenden und Tantiemen sowie das Zurückerstatten von Kapitaleinlagen
  • die Gewährung von Aktivdarlehen oder die Refinanzierung von als Aktivdarlehen ausgestalteten Privat- und Aktionärsdarlehen
  • das Zurückführen von Gruppendarlehen
Wie kann ich den Zahlungsaufschub für Sozialversicherungen und bei Steuern und Abgaben in Anspruch nehmen?
Für Sozialversicherungen:
Die Sozialversicherungen gewähren vorübergehend einen zinslosen Aufschub für die fälligen Beiträge, zudem können die Unternehmen schnell eine Anpassung der Akontozahlung veranlassen, falls die Lohnsumme erheblich gesunken ist.
Zuständig für die Prüfung und die Genehmigung ist die zuständige AHV-Ausgleichskasse.

Für Steuern und Abgaben
Für die fälligen Mehrwertsteuern, Zölle, besondere Verbrauchssteuern und Abgaben wird der Zinssatz vom 21. März bis 31. Dezember 2020 auf 0.0% gesenkt. Werden die fälligen Beträge also zu spät bezahlt, werden keine Verzugszinsen fällig. Es braucht keine weiteren Abklärungen oder Genehmigungen. Trotzdem empfiehlt SBS ihren Mitgliedern darüber hinaus, die zuständige Behörde zu informieren, falls eine Zahlung verzögert werden soll.

Für die direkte Bundessteuer gilt dieselbe Regelung von 1. März bis 31. Dezember 2020.

Welche weiteren Massnahmen sind im Tourismusbereich noch vorgesehen?
Der Bund erlaubt den Kantonen bei ausstehenden Krediten der Regionalpolitik die Stundung und Zinszahlung flexibel zu handhaben. Damit können bspw. Amortisations- und Zinszahlungen vorübergehend ausgesetzt werden. Entscheidende Behörde ist dafür aber der jeweilige Kanton.
 
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Seilbahnen mit Erschliessungsfunktion

Der Bundesrat hat verfügt, dass der öffentliche Verkehr mit einer Erschliessungsfunktion (gemäss Personen-beförderungsgesetz PBG und Verordnung über die Personenbeförderung VPB) seinen Betrieb aufrechthalten soll. Dieser wird jedoch sein Angebot reduzieren. Seilbahnen mit einer Erschliessungsfunktion und den entsprechenden Abgeltungen empfehlen wir, sich mit den regionalen Systempartnern des öffentlichen Verkehrs das künftige Angebot abzustimmen. Die Branche setzt sich zum Ziel, dass der Onlinefahrplan der SBB möglichst laufend aktualisiert wird. Betroffene Seilbahnen sind daher aufgefordert, Fahrplananpassungen möglichst rasch über die gewohnten Kanäle bei SBB einzugeben. Systemführerin Strasse ist PostAuto Schweiz und koordiniert die öV-Pandemiemasshamen und Weisungen für Bus- und Tramunternehmen sowie seit 25.3.2020 auch für die abgeltungsberechtigten Seilbahnen. Systemführerin Schiene ist die SBB.

Für die Seilbahnen mit einer Erschliessung für kleinere Siedlungen mit wenigen Einwohner-/innen (ohne Erschliessungsfunktion und Abgeltung) hält das Bundesamt für Verkehr fest:
  • Der Betrieb dieser Seilbahnen ist im Sinne einer Erschliessung von kleineren Siedlungen (weniger als 100 Einwohnerinnen und Einwohner und keine Erschliessungspflicht) erlaubt. Dabei sollen sie aber die Empfehlungen des BAG zum Schutz vor dem Coronavirus berücksichtigen (z.B. bei der Belegung der Kabinen).
  • Nicht erlaubt sind grundsätzlich touristische Fahrten. Die Seilbahnunternehmen können aber keine polizeilichen Funktionen übernehmen, um diese touristischen Fahrten von Gästen vollständig zu verhindern.
  • Sie müssen aber die Fahrgäste über die Empfehlungen des BAG zum öffentlichen Verkehr informieren und dabei insbesondere auf die Aufforderung zum Verzicht auf den Tourismus- und Freizeitverkehr mit dem öV.
Links

BAG: Empfehlungen zum öV

Postauto (Systemführerin Strasse, inkl. Seilbahnen): Coronavirus-Website für Transportunternehmen

SBB (Systemführerin Schiene): Coronavirus-Website für Transportunternehmen

BAV: Sondermassnahmen zur Unterstützung des öV
 
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Betriebskontrollen und Audits vom BAV vorübergehend ausgesetzt

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat wegen der Coronavirus-Pandemie gezielte Sondermassnahmen zur Entlastung der konzessionierten Transportunternehmen beschlossen. So setzt das BAV die Betriebskontrollen und Audits im Rahmen der Sicherheitsüberwachung vorübergehend aus. Dies gelte auch für die Seilbahnen, wie das BAV auf Nachfrage von Seilbahnen Schweiz bestätigt hat. Verantwortlich für die Sicherheit ihrer Anlagen und deren Betrieb sind weiterhin grundsätzlich die konzessionierten Bahnunternehmen.
 
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Auswirkungen aufs Ausbildungszentrum SBS in Meiringen

Die vom Bundesrat verfügte Schliessung von allen Schulen betrifft auch das Ausbildungszentrum SBS in Meiringen. SBS hat bereits vor dem Entscheid des Bundesrats entschieden, die Präsenzveranstaltungen am AZ Meiringen zu verschieben. Für die einzelnen Module wurde folgendes beschlossen:
Seilbahnlehren
  • Die betroffenen Unternehmen werden per Mail informiert. Sie werden gebeten, ihren Lernenden jeweils Donnerstag und Freitag, wenn Blockwochen in Meiringen stattgefunden hätten, Homeoffice zu erlauben oder einen Computer-Arbeitsplatz in der Unternehmung zur Verfügung zu stellen.
  • Jeder Lernende erhält von SBS eine Lizenz für ein Login Office 365. Damit kann er sich in «Teams» anmelden und die Dokumente mit den dazugehörenden Anweisungen und Aufträgen durch die Lehrerschaft herunterladen.
  • Jeweils am Freitagnachmittag werden die verschiedenen Lehrkräfte während einer Stunde für Fragen Online zur Verfügung stehen.
Seilbahnfachmann
  • FT3-Kurse in Deutsch und Französisch werden um einige Wochen nach hinten verschoben (Plan B). Plan C sieht vor, die Berufsprüfung in den Sommer zu verschieben (evtl. Anfang August). Konkrete Aussagen zu möglichen Terminen sind in der heutigen Situation jedoch schwierig und können sich je nach Situation wieder ändern. SBS arbeitet daran, dass für die Teilnehmenden auf Office 365-Basis Lösungen zu organisieren damit eine Online Schulung möglich wird.
Weiterbildungen
  • Sämtliche Weiterbildungen auf dem Gelände des AZ SBS (externe & Seilbahninterne) wurden bis Mitte April vorerst abgesagt.
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Auswirkungen auf die Verbandsarbeit

Der Verband hat aufgrund der Anordnungen des Bundesrats ebenfalls auf möglichst viel Homeoffice umgestellt und die Geschäftsstelle ist stark mit dem Coronavirus und seinen Auswirkungen beschäftigt. Gewisse Arbeiten werden sich durch die unregelmässige Anwesenheit in den Büroräumlichkeiten und aufgrund der anstehenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise folglich verzögern. Dazu gehören insbesondere:
  • Abwicklung von Bestellungen im Onlineshop
  • Nicht dringliche Anfragen
  • Beratungsleistungen ohne direkten Zusammenhang mit dem Coronavirus
Zudem kann die telefonische Erreichbarkeit der Geschäftsstelle teilweise eingeschränkt sein. Wir bitten Sie daher, Ihre Anfragen wenn möglich via Email an die verantwortlichen Personen oder die Adresse
info@seilbahnen.org zu senden.
 
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Politische Forderungen

Seilbahnen Schweiz setzt sich im Interesse Ihrer Mitglieder aktiv für wirksame Entlastungsmassnahmen und Unterstützungsleistungen ein. Im direkten Kontakt mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Partnerverbänden aus Wirtschaft, Tourismus und Verkehr, fordern wir:
  • Erhöhung der Kurzarbeitsentschädigung auf 100 Prozent: Mitarbeitende mit niedrigen Löhnen, können durch die Betriebsschliessungen auch mit Kurzarbeitsentschädigung in finanzielle Schieflagen geraten. Mit einer Erhöhung leistet der Bund einen Beitrag zur Sicherstellung der finanziellen Existenz dieser Mitarbeitenden.
  • Ausdehnung der Kurzarbeit auf temporär eingesetzte Mitarbeitende, Mitarbeitende mit befristeten Arbeitsverhältnissen, Lehrlinge und Grenzgänger: Die komplette Schliessung der Bergbahnen betrifft auch viele Mitarbeitende der genannten Gruppe. Eine schnellstmögliche Umsetzung dieser bereits vom Bundesrat angekündigten Massnahmen sichern deren Einkommen und entschärfen die Liquiditätsprobleme bei den Unternehmen.
  • Unbürokratische Abwicklung: Die Einreichung und Abwicklung der Kurzarbeitsanträge muss unbürokratisch und schnell möglich sein. So muss beispielsweise der Nachweis über das Einverständnis der betroffenen Mitarbeitenden auch ohne Unterschrift möglich sein. Viele Mitarbeitende aus dem Ausland sind nach der sofortigen Betriebsschliessung und aufgrund der ausserordentlichen Lage bereits in ihr Heimatland ausgereist.
Liquiditätssicherung
  • Zinsloser Aufschub von Amortisationen und Zinszahlungen von IH und NRP Darlehen um mindestens 1 Jahr: Damit wird dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen gehalten. Der Bund ist angehalten, sich bei den Kantonen dafür einzusetzen, dass auch sie einen Aufschub für ihre Anteile gewähren.
  • Zinsloser Aufschub von Mehrwertsteuer- und anderen Steuerzahlungen und Abgaben: Damit wird ebenfalls dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen gehalten. Der Bund ist zudem angehalten, sich bei den Kantonen und Gemeinden dafür einzusetzen, dass auch sie einen zinslosen Aufschub für Steuerzahlungen und Abgaben gewähren.
  • Bereitstellen von zinslosen Überbrückungskrediten: Die kurzfristige Liquiditätssicherung wird eine der grössten Herausforderungen. Der Bund muss dafür sorgen, dass den betroffenen Unternehmen möglichst rasch und unkompliziert die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden können.
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Zuständigkeiten / Behörden

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist die nationale Leitbehörde und damit übergeordnet zuständig für die Lagebeurteilung und entsprechende Empfehlungen, Bestimmungen und Anordnungen auf Bundesebene. Diese können ergänzt werden durch Erlasse der kantonalen Gesundheitsbehörden. Seilbahnen Schweiz gibt keine eigenen Empfehlungen ab.

Massgebend sind in jedem Fall die Informationen der Behörden, welche auf der Corona-Virus-Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und auf der Webseite des Bundesamtes für Verkehr (BAV) zur operativen Betriebsplanung publiziert sind.

Die Unternehmen arbeiten nach ihrem firmeninternen Pandemieplan. Die abgeltungsberechtigten Seilbahnen des öffentlichen Verkehrs orientieren sich an den Empfehlungen/Richtlinien der Systemführer SBB (Schiene) und Postauto Schweiz (Strasse).
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Links

Kontakt

Infoline des BAG Telefon 058 463 00 00
«Neues Coronavirus» SECO Infoline für Unternehmen 058 462 00 66, coronavirus@seco.admin.ch
Fragen zum konzessionierten Personenverkehr: info@bav.admin.ch
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Download

Informationen zur Beantragung von Kurzarbeit
(Login erforderlich)