
Die Schweizer Bergbahnen setzen ihre positive Sommersaison fort. Von Saisonbeginn im Mai bis Ende August 2026 liegen die Ersteintritte schweizweit 7 % über dem Vorjahr. Gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre beträgt das Plus gar 27 %. Besonders stark entwickelt sich weiterhin das Berner Oberland.
Für das Saison-Monitoring wertet der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) die Gästeanzahl (Ersteintritte) von über 140 Mitgliedern aus der ganzen Schweiz aus. Die nun vorliegenden Zahlen erlauben eine Analyse des Saisonstarts der Sommersaison 2026 von Mai bis Ende August.
Warmer und sonniger August bietet günstige Voraussetzungen
Nach dem ausserordentlich heissen Juli setzte sich das hochsommerliche Wetter im August nahtlos fort. Gemäss MeteoSchweiz lag die Schweizer Mitteltemperatur im August 2026 um 3,5 Grad über der Norm der Jahre 1991 bis 2020. Zusammen mit den überdurchschnittlichen Sonnenstunden bot die Witterung ideale Bedingungen für Ausflüge und Freizeitaktivitäten in den Bergen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Schweizweit liegen die Ersteintritte von Mai bis Ende August 7 % über dem Vorjahreswert.
Nachfrage aus unterschiedlichen Märkten
Der sommerliche Gästemix präsentiert sich weiterhin erfreulich vielseitig: Während Schweizerinnen und Schweizer sowie Gäste aus den Nachbarländern die Berggebiete stark frequentieren, legen auch die Fernmärkte – allen voran Nordamerika – spürbar zu. In den allermeisten Regionen können die inländische und amerikanische Nachfrage den Rückgang der asiatischen Gäste kompensieren. Die Schweiz und die Bergbahnen profitieren dabei von ihrem hervorragenden Ruf als sicheres, einmaliges und gut erreichbares Bergerlebnis. Das Saison-Monitoring unterstreicht diese breite Nachfrage und belegt die anhaltende Attraktivität der Schweizer Berge für Tagesausflüge und Ferien.
Regionale Unterschiede
Regional fallen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Das Berner Oberland verzeichnet mit 21 % das deutlichste Plus gegenüber dem Vorjahr. Mit ein Grund ist der Vollbetrieb der Schilthornbahn, die im letzten Jahr wegen des Umbaus stark reduziert gefahren ist. Graubünden erreicht ein Wachstum von 11 %, die Waadtländer und Freiburger Alpen (5 %) sowie die Zentralschweiz (4 %) übertreffen das Vorjahresniveau. Im Wallis und im Tessin bleibt die Nachfrage hingegen stabil auf Vorjahresniveau. Einzig die Ostschweiz bleibt mit einem Rückgang von 4 % unter dem Vorjahreswert (vgl. Abb. 1), was bedingt ist durch die Betriebseinstellung der Säntis-Schwebebahn. Die Pendelbahn wird in diesem Sommer durch eine neue Anlage ersetzt. Ohne diesen Spezialeffekt verzeichnen die Ostschweizer Bahnen eine Gästezuwachs von 14 %.
Gästezahlen deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt
Auch im längerfristigen Vergleich präsentiert sich die Sommersaison positiv. Schweizweit liegen die Ersteintritte 27 % über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.
Das Berner Oberland weist mit einem Plus von 58 % weiterhin den höchsten Wert aller Regionen auf. Die Zentralschweiz sowie die Waadtländer und Freiburger Alpen liegen mit jeweils 28 % ebenfalls deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt. Graubünden erreicht ein Plus von 13 %, das Tessin 9 % und das Wallis 8 %.
Die Ostschweiz liegt mit 5 % unter dem Fünfjahresmittel. Auch hier ist der bereits erwähnte Sondereffekt durch die Betriebseinstellung der Säntis-Schwebebahn zu berücksichtigen (vgl. Abb. 2).
Der Sommer ist im Trend
Die Zuwächse in nahezu allen Regionen und der klare Vorsprung gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt zeigen deutlich, dass die Bergbahnen mit ihren Sommerprodukten überzeugen können. Bei so hohen Temperaturen wie in den Monaten Juli und August bieten Bergbahnen eine äusserst attraktive Möglichkeit der aktiven Erholung in angenehmen Verhältnissen.
«Die Berge bieten an heissen Sommertagen ideale Bedingungen für Erholung, Bewegung und Abkühlung. Gleichzeitig haben die Bergbahnen ihr Angebot in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut und sprechen heute eine breite Palette von Gästen an. Erfreulich ist zudem, dass die Nachfrage breit abgestützt war und schwächere Impulse aus einzelnen Fernmärkten durch andere Herkunftsmärkte sowie den Inlandtourismus kompensiert werden konnten», sagt Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz.
Weitere Auskünfte
Medienstelle Seilbahnen Schweiz +41 31 350 43 50
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