
Die Schweizer Seilbahnen blicken bisher auf eine mehrheitlich gute Wintersaison 2025/26 bis Ende März zurück. Zwar liegen die Gästezahlen im März unter dem ausserordentlich starken Vorjahresniveau, im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt ergibt sich jedoch ein Plus von 11 %. Der zunächst milde Winter stellte insbesondere kleinere und tiefer gelegene Skigebiete vor Herausforderungen. Mit den Kälteeinbrüchen sowie den Schneefällen im Februar und März hat sich die Situation jedoch spürbar entspannt.
Für das Saison-Monitoring wertet der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) die Gästeanzahl (Ersteintritte) von über 120 Mitgliedern aus der ganzen Schweiz aus. Die nun vorliegenden Zahlen erlauben eine Analyse zum Start der Wintersaison bis zum 31. März 2026.
Wechselhafter März
Das erste Drittel des März war frühlingshaft und warm, dies änderte Mitte und Ende März mit Starkschneefällen. Dadurch kamen sowohl Schneesportbegeisterte als auch Ausflugsgäste auf ihre Kosten. Dennoch liegen die Ersteintrittszahlen des März um elf Prozent tiefer als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Nebst dem Wetter sind die Sportferien mit ein Grund für den schwächeren März: Diese fielen dieses Jahr grossmehrheitlich auf den Februar.
Gut besuchte Sportferien
Die tagesgenaue Erhebung der Gästezahlen bei einem Grossteil der Destinationen mit entsprechenden Zutrittssystemen erlaubt es dem Verband, Saisonabschnitte zu definieren. Hier zeigt sich, dass in der Sportferienzeit – zwischen Mitte Januar und Mitte März – der Rückgang der Gästezahlen mit -2 % geringer war als während der Feiertage und dem Jahreswechsel, wo der Rückgang -14 % betrug (vgl. Abb. 1).

Hoch gelegene Skigebiete und Regionen ohne Rückgänge
Die Auswertung der Gästezahlen nach Höhenlage für die bisherige Saison bestätigt das erwartete Bild: Besonders anspruchsvoll verlief der Winter bisher für Gebiete unter 1’500 m ü. M. Sie verzeichneten im Durchschnitt 7 % weniger Gäste als in der Vergleichsperiode. Gebiete in mittleren Lagen zwischen 1’500 und 2’000 m ü. M. registrierten ein Minus von 5 %. Destinationen oberhalb von 2’000 m ü. M. bleiben 1 % hinter den Gästezahlen zum Vorjahr zurück (vgl. Abb. 2).

Diese Betrachtung bestätigt auch die regionale Differenzierung. Regionen mit Skigebieten in höherer Lage zeigen eine erfreuliche Entwicklung, während tiefer gelegene Regionen Rückgänger verzeichnen. So schliesst das Wallis per Ende März auf gleichem Niveau wie im Vorwinter 2024/25 ab, während die Skigebiete in der Ostschweiz im Schnitt Verluste von -10 % in Kauf nehmen müssen (vgl. Abb 3).

Schlechtwetter und fehlende Tagesgäste als wichtige Treiber
Die schlechten Wetterverhältnisse an den Wochenenden im März haben eine sehr sensible Wirkung auf die Skigebiete mit vielen Tagesgästen nahe der grossen Agglomerationen. Eine Analyse der Gästestruktur in den verschiedenen Gebieten zeigt, dass Gebiete mit vorwiegend Residenzgästen oder einem ausgeglichenen Gästemix das Vorjahresniveau halten konnten (Minus 0.2 %), während Gebiete mit vorwiegend Tagesgästen einen Rückgang von 5 % verzeichnen.
Erfreuliche langfristige Entwicklung
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich in vielen Regionen zwar ein eher verhaltenes Bild, welches sich jedoch bei einer 5-Jahresbetrachtung relativiert. Gegenüber dem 5-Jahresdurchschnitt, in dem auch ein Coronawinter enthalten ist, schneidet die Saison insgesamt positiv ab. Die Ersteintritte lagen um 11 % über diesem Durchschnitt. Regional bestehen jedoch deutliche Unterschiede: Während die Ostschweiz ein Plus von 2 % verzeichnet, beträgt das Wachstum im Tessin 22 % (vgl. Abb. 4).

Dank technischer Beschneiung konnte die Wintersaison erfolgreich lanciert werden. Die ergiebigen Naturschneefälle im Februar und März erwiesen sich nicht nur für die Natur als wertvoll, sondern trugen auch wesentlich zur Attraktivität des Angebots in der zweiten Saisonhälfte bei. «Wir sind sehr zufrieden, dass die Nachfrage bis Anfang April sehr hoch geblieben ist, und viele Gäste von den fantastischen Schneeverhältnissen in hohen Regionen profitieren konnten», zeigt sich Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz, zufrieden. Während viele Winterdestinationen ihre Saison nach Ostern oder am Wochenende danach beenden, setzen einzelne Gebiete den Betrieb bis über Ende April hinaus fort. Anfang Mai informiert SBS abschliessend über die Gästezahlen des gesamten Winters.
Weitere Auskünfte
Berno Stoffel, Direktor Seilbahnen Schweiz +41 79 543 25 07
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