
Hintergrund
Seit Ende der 1950er Jahre investierte die Zermatt Bergbahnen AG in die Erhöhung der Kapazitäten und die Erschliessung neuer Gebiete. Da Umweltschutz damals keine grosse Rolle spielte, litt die Natur unter den Baumassnahmen. Mit dem Baustart des neuen Matterhorn-Express 2002 entschied die Zermatt Bergbahnen AG, die Schäden der Vergangenheit durch geeignete Massnahmen zu reparieren.
Umsetzung
Die Zermatt Bergbahnen beauftragten drei Ingenieurbüros, die die Schäden der vergangenen 46 Jahre begutachteten und geeignete Wiederherstellungsmassnahmen entwickelten. Das Ergebnis war ein umfassendes Schadeninventar, welches die Zermatt Bergbahnen in den folgenden 20 Jahren abarbeiteten. Das Unternehmen investierte dafür im Schnitt jährlich eine Million Schweizer Franken.
Herausforderungen
Die Zermatt Bergbahnen AG entstand aus der Fusion mehrerer einzelner Betreibergesellschaften, somit fehlte eine gemeinsame Dokumentation der vergangenen Bauausführungen. Bei Renaturierungsmassnahmen musste das Team strikt darauf achten, ortsfremden Bewuchs in den einzelnen Gebieten zu vermeiden.
Nutzen
Die Zermatt Bergbahnen AG nutzte das Schadeninventar während 20 Jahren, um Schäden durch vergangene Baumassnahmen zu beheben. Mit der Renaturierung des Stafelvorfeldes hat das Unternehmen sein Soll sogar übererfüllt. Für ein Pilotprojekt zur Hochlagenbegrünung erhielten die Zermatt Bergbahnen ausserdem den Begrünerpreis der Arbeitsgruppe Hochlagenbegrünung (AGHB) des Vereins für Ingenieurbiologie.
Weitere Nachhaltigkeitsaktivitäten
Das Matterhorn Glacier Paradise ist das höchstgelegene Minergie-P-Restaurant. Für die PV-Anlage an der Südseite des Restaurants erhielten die Zermatt Bergbahnen 2010 den Schweizerischen und den Europäischen Solarpreis. Aktuell (Herbst 2026) arbeiten sie an der TourCert-Rezertifizierung und haben einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt.
Standort des Projektes
Zermatt Bergbahnen AG
Schluhmattstrasse 123 3920 Zermatt




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